Musikalische Ahnenforschung

Collage der Märzmusik 2006Heute beim Ausmisten meiner iTunes-Bibliothek (jap, ich habe Langeweile im Moment ;-) , habe ich eine alte Playliste entdeckt. Sie hieß “30 Tage”, und dahinter verbarg sich all die Musik, die ich in 30 Tagen im März vor einem Jahr zu meiner Bibliothek hinzugefügt hatte. Das heißt, ich muss sie kurz vorher irgendwo neu entdeckt und gekauft haben. Und da kommen alte Erinnerungen auf. “Die Fabelhafte Welt der Amélie” habe ich beispielsweise erst letztes Jahr gesehen, und fand sowohl den Film als auch die Musik toll. “The Island” habe ich in der gleichen Zeit gesehen. Auf “The Postal Service” bin ich nur durch die damals aktuelle Apple Werbung für Intel-Macs aufmerksam geworden. Der Spot erinnerte an ein Musikvideo von TPS, nämlich “Such Great Highs”. Außerdem im letzten März zum ersten Mal das Licht meiner iTunes-Welt erblickt: “The Subways”, “Hard-Fi” und “The Strokes” – und wenn ich morgens zum Zivildienst gefahren bin lief im MP3-Player “Shine On” von Apoptygma Berzerk rauf und runter. Gut, dass das vorbei ist.. Ein anderer Top-Titel aus der Zeit ist. . .

“God’s Top Ten” von der neuen INXS Besetzung. Der Titel ist dem verstorbenen ehemaligen Lead-Sänger der Band gewidmet. Wieviel Ehrlichkeit darin steckt, weiß natürlich keiner, aber er ist trotzdem sehr schön. Achja, “The Unforgettable Fire” von U2 habe ich in einer kleinen inoffiziellen Pause während meines Zivi-Dienstes im MediaMarkt um die Ecke gekauft. Habe so einige CD’s auf diese Weise gleich früh ergattern können ;o) Im “Mozart!” Musical war ich nie, fahr ich nicht so drauf ab. Trotzdem verbindet mich eine sehr gute Erinnerung damit, und das ganze Album befindet sich in meiner Bibliothek. Vielleicht komm ich hier nochmal darauf zurück . . . vielleicht auch nicht. “A Neverending Dream” von “X-Perience” war mein erster Pop-Song, der mir richtig gefallen hat, jedenfalls so weit ich mich erinnern kann. Der ist von 1996, da war ich frische 10 Jahre alt, und das Musikvideo auf MTV (lief im Fernseher meines Bruders) hat mich ziemlich beeindruckt. Jahrelang wusste ich nicht, wie der Song heißt und von wem er ist, hatte aber immer die Melodie und eine Vorstellung von dem Clip im Kopf. Im letzten März habe ich dann also dank Internet, Google, YouTube und diverser anderer Suchtechnologien meinen ersten urkundlich erwähnten Pop-Song gefunden. Wahnsinn!
Man kann so einen richtigen “Soundtrack seines Lebens” nachvollziehen, einfach indem man in iTunes der Zeitleiste entlang in die Vergangenheit reist! Mit meinem Windows Rechner war sowas nie möglich. Regelmäßig musste hier aufgrund kleinster Fehler – ehemaliger Windows-User – das System neu aufgespielt werden, was natürlich immer das Datum jedes einzelnen Tracks praktisch auf “null” zurücksetzte. Da die Datenbestände, und auch das System auf meinem Macintosh wesentlich beständiger sind, wird so eine musikalische Ahnenforschung erst möglich! Man kann nur hoffen, dass der Standard, mit denen Meta-Daten von Musik zur Zeit gespeichert werden, noch lange gültig und lesbar bleibt, oder bei einer Veränderung zumindest portierbar wird! Ist doch eine nette Vorstellung. In zehn Jahren sitze ich (natürlich fertig studiert und stinkreich) auf meiner Hängematte im Süden mit meinem Notebook (oder was auch immer) und seh mir an, was ich am gleichen Tag vor zehn Jahren gehört habe!

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *

*
*